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  KURZNACHRICHTEN  

           
   
Bayernliga
(BYL)  Der BEV hat das Spiel von Freitag Abend zwischen dem EHC Waldkraiburg und dem ERV Schweinfurt nachträglich mit 5:0 für die Löwen gewertet. Grund hierfür ist der Einsatz zu vieler Förderlizenzspieler auf Seiten der Mighty Dogs. Ursprünglich endete die Partie mit 7:3 für die Gastgeber
  
Harsefeld Tigers
(RLNO)  Der TuS hat seine Defensive mit Silvestrs Selickis verstärkt. Der 28-jährige Lette wechselt aus der Landesliga von den Hamburg Sailors zu den Tigers. In der Regionalliga spielte er zuvor schon für Bremen und Sande
  
Buchloe Pirates
(BYL)  Nachdem Emanuel Geiger vermutlich in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird, hat der ESV mit Clemens Schulz einen weiteren Torhüter verpflichtet. Der 19-Jährige kommt aus dem Nachwuchs des ESV Kaufbeuren. Ausserdem hat der Augsburger EV seine DNL-Talente Nikolai Spakowski, Leon Menne, Nolen Gebele und Oliver Oberth mit Förderlizenzen für die Freibeuter ausgestattet
  
Ice Cats Rheine
(LLW)  Der ukrainische Torhüter Artem Porokhnitskyi und der junge lettische Stürmer Roberts Saburovs haben ihre weiteren Zusagen beim ESC gegeben. Damit ist der Mannschaftskader für die neue Spielzeit komplett
  
Bergisch Raptors
(LLW)  Mit Philipp Schüler kommt ein weiterer Goalie zum EC Bergisch Land. Der 21-Jährige, der zuletzt in Dinslaken aktiv war, ist in Solingen geboren und stammt ursprünglich aus dem eigenen Nachwuchs. Ausserdem hat Dauerbrenner Tim Neuber nun auch seine Zusage für eine weitere Saison bei den Raptors gegeben
  
Kassel Huskies
(DEL2)  Stürmer Daniil Afonin laboriert an einer Oberkörperverletzung und wird für etwa drei Wochen nicht zur Verfügung stehen
  
Adendorfer EC
(RLNO)  Stürmer Damian Hasman konnte im Tryout überzeugen und erhält einen Vertrag bei den Heidschnucken. Der 19-jährige Tscheche spielte in den letzten Jahren im Nachwuchs des 1.EV Weiden und machte dabei mit guten Scorerwerten auf sich aufmerksam
  
Grizzlys Bergkamen
(RLW)  Marlon Polter wechselt von den Eisadlern Dortmund zum ESV. Der 24-Jährige, der ursprünglich aus dem Iserlohner Nachwuchs stammt und für Herne auch schon in der Oberliga spielte, konnte in der letzten Saison in 25 Partien 5 Tore erzielen und weitere 6 Treffer vorbereiten
  
Aibdogs Bad Aibling
(BLL)  Der EHC hat nochmal nachgelegt und mit Artem Klein einen neuen Stürmer verpflichtet. Der 32-jährige Routinier, der auch über Oberliga-Erfahrung verfügt, spielte lange Zeit in baden-Württemberg. Nun wechselt er vom Ligakonkurrenten ERSC Ottobrunn zu den Aibdogs. In der letzten Saison gelangem ihm beachtliche 40 Scorerpunkte in 25 Spielen
  
EHC Essen Ruhr
(BZLW)  Der neu gegründete EHC meldet kurzfristig noch drei weitere Neuzugänge. Vom GSC Moers kehrt Torhüter Marlon Dolls in seine Heimatstadt zurück, von den Dinslakener Kobras kommt Verteidiger Toni Heinrich und zuletzt inaktiv war Verteidiger Domink Scharfenort
  
Füchse Duisburg
(OLN)  Stürmer Philippe Sanche hat sich eine Handverletzung zugezogen und muss daher für etwa drei Wochen pausieren
  
Eisadler Dortmund
(RLW)  Stürmer Thomas Lichnovsky steht vorerst nicht mehr im Kader der Eisadler. Sein Vertrag ruht aus beruflichen Gründen. Eine Rückkehr zu unbestimmten Zeitpunkt ist nicht ausgeschlossen
  
Waldkirchen Crocodiles
(BLL)  Benedikt Böhm kehrt zum ESV zurück. Der 30-jährige Stürmer, der über reichlich Oberliga-Erfahrung verfügt wechselt von den Passau Black Hawks zu den Karoli Crocodiles. Bereits zwischen 2021 und 2023 spielte er für Waldkirchen
  
Fischtown Pinguins
(DEL)  Die Bremerhavener müssen bis Mitte November auf Stürmer Nino Kinder verzichten, der verletzungsbedingt ausfällt
  
Blue Devils Weiden
(DEL2)  Die Blue Devils müssen für mindestens drei Wochen auf ihren Mannschaftskapitän Tommy Muck verzichten. Der US-Verteidiger hat sich eine Oberkörperverletzung zugezogen
  

   

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Wie schwule Eishockeyspieler überholte Sporttraditionen verändern

(IHP)  Ein eiskaltes Stadion, ein kleiner schwarzer Puck, um den sich zwölf Kerle auf dem Eis kloppen. Es gibt wohl kaum eine brutalere Sportart als Eishockey, denn hier treffen wahre Männer aufeinander und liefern sich regelrechte Schlachten auf der eisigen Fläche. Aber handelt es sich dabei wirklich nur um bullige Typen oder sind einige von ihnen vielleicht zart besaiteter als man im ersten Moment denken mag? Während die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft in einem Land stattfindet, das Homosexuelle verpönt, haben sich in den letzten Jahren immer mehr Eishockeyspieler geoutet und verkündet, dass sie schwul sind.

Aber Schwule in einem Sport, der für seine Brutalität bekannt ist? Passt das überhaupt zusammen? Natürlich, denn das eine hat mit dem anderen schließlich nichts zu tun. Aus diesem Grund findet derzeit auch ein Wandel in dieser Sportart statt und der riecht förmlich nach einer Veränderung im positiven Sinne.

Homophobe Äußerungen und Beleidigungen auf dem Spielfeld sollen Geschichte werden

Die Welt des Eishockeys gilt als eine der gewalttätigsten in Sachen Sport. Während die Zuschauer dabei zusehen, wie sich die Spieler auf dem Feld ein erbarmungsloses Spiel liefern, ging es in der Vergangenheit auch abseits des Feldes harsch zu. Homosexuelle Spieler -ungeachtet ihrer Fähigkeiten- wurden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung öffentlich oder hinter verschlossenen Umkleidekabinentüren deformiert. Seit ein paar Jahren erhält dieses Thema aber immer mehr Aufmerksamkeit und die ersten Spieler haben sich getraut, offen zu ihrer Sexualität zu stehen.

Einer der Männer, die als Vorreiter dieser Veränderung gelten, ist Brock McGillis, der sich 2016 outete. Eine Zeit, zu der Homosexualität und Eishockey noch wie Feuer und Wasser waren und in der sein Comingout dazu führte, dass er sich von seiner Trainerposition verabschieden konnte. Wer zu der Zeit abseits des Spielfeldes Gay Dating Portale zum Finden einer neuen Liebe benutzte, wurde rigoros vom Sport ausgeschlossen. Ein Verhalten, das eher an Zeiten der Jahrtausendwende erinnert, denn immerhin ist die LGBTQ-Szene in den letzten zehn Jahren immer mehr in den Fokus gerückt und hat an Akzeptanz und Verständnis gewonnen.

Und dennoch scheint es auf dem eisigen Feld auch in der Folgezeit noch die Norm gewesen zu sein, homosexuelle Spieler abzuwerten und verbal anzugreifen. Und das zu Zeiten, in denen die Zugriffe auf Dating-Seiten für Gays enorm angestiegen sind. Wahrscheinlich haben schon zu dieser Zeit viele Eishockeyspieler heimlich beim Online-Dating nach einem Partner gesucht und es vor den Teamkameraden strikt geheim gehalten.

2020 – das Jahr zahlreicher Comingouts und der Beginn eines Wandels

Während McGillis 2016 noch aufgrund seiner Sexualität seine Trainerposition aufgeben musste, war 2020 das Jahr, in dem sich auch zahlreiche andere Spieler und sogar Schiedsrichter zu ihrer Homosexualität bekannten.

Durch verschiedene Comingouts wurde vielen Fans überhaupt erst bewusst, wie viele Spieler oder Beteiligte der Sportart schwul sind. Während sie es vorab eine lange Zeit verbergen mussten, um nicht das gleiche Schicksal wie der ehemalige Spieler und Trainer zu erleiden.

Vielleicht denken jetzt einige Leser, dass diese Menschen sich damit ihr Karrieregrab geschaufelt haben. Aber besonders in den letzten vier Jahren wurde Homosexualität immer wieder thematisiert und den Leuten aufgezeigt, wie viele Schwule, Lesben oder Transgender wirklich unter uns leben.

Was das mit Eishockey gemacht hat?

Auch in der brutalen Sportart, die zu den beliebtesten Sportarten der Welt gehört, haben sich zahlreiche Spieler ein Herz gefasst. Darunter auch wahre Größen des Eishockeys wie Kyle Palmieri von den Jersey Devils. Aber auch abseits des Feldes erklangen plötzlich Stimmen, die gestanden, homosexuell zu sein. Darunter auch der Profi-Ansager Jonathan Kliment, der bei zahlreichen wichtigen Spielen die Fans zum Mitfiebern animiert.

Nicht geoutete Spieler stehen unter enormem Druck

Der ein oder andere mag jetzt vielleicht denken, dass die Sexualität und der Sport zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Wer auf dem Eis steht und sich mit einem Schläger bewaffnet in den Kampf um den Puck stürzt, gilt als harter Hund und richtiger Mann. Es gibt auch zahlreiche weibliche Fans, die ihre Lieblingssportler anhimmeln und sie bei jedem Spiel anfeuern.

Also weiterhin die Fassade aufrechthalten und als absoluter Frauenschwarm gelten oder dazu stehen, dass es eher männliche Körper sind, die einen interessieren. Dabei ist im Hinterkopf immer noch die Befürchtung, von Mitspielern und plötzlich anders behandelt zu werden. Zum Glück hat sich durch Pioniere wie McGillis das Blatt gewendet und homosexuelle Eishockeyspieler müssen nicht mehr damit rechnen, vom Eis gezogen und an den Pranger gestellt zu werden.

Diese Zeiten sind zum Glück Geschichte und Homosexualität ist auch in diesem Sport kein Thema mehr. Endlich können sich die Spieler bedenkenlos beim Online-Dating anmelden und so nach ihrem Romeo suchen.

Gibt es auch in Deutschland geoutete Eishockeyspieler?

Nachdem wir nun wissen, dass in der Eishockeywelt eine Veränderung stattfindet, stellt sich die Frage, ob sich auch in Deutschland schon Spieler geoutet haben. Und tatsächlich stößt man hierbei schnell auf einen Namen, der sogar in der NHL und somit im Olymp des Eishockeys spielt.

2021 outete sich Luke Prokop, der sich als erster Spieler der gesamten National Hockey League zu seiner Homosexualität äußerte. Seit seinem Comingout geht es ihm laut eigenen Angaben schon viel besser und er kann sich in Zukunft mehr auf das Spiel konzentrieren und endlich der sein, der er nun einmal ist.

Zusammengefasst

Nur weil sich mittlerweile zahlreiche Spieler outen, bedeutet das nicht, dass Eishockey sich an sich ändert. Der Sport bleibt der Gleiche und auch die Spieler geben weiterhin alles. So wie auch der in der LGBTQ-Szene geltende Pionier Jon Lee-Olson, der schon seit 2019 zu seiner Sexualität stand und auch weiterhin von Fans und Mitspielern für seinen Einsatz gefeiert und geliebt wird.

Die Sexualität hat nichts damit zu tun, für welche Sportart sich Menschen entscheiden sollten. In den letzten Jahren outen sich in den verschiedenen Sportarten immer mehr Männer und auch Frauen gestehen öffentlich, dass sie lesbisch sind. Aber ändert das was an den Qualitäten, die die Spieler und Spielerinnen auf dem Platz zeigen? Keineswegs, denn was sie abseits des Spielfeldes für Bettsport betreiben, ist immer noch ihnen selbst überlassen.


 Montag 19.Dezember 2022 www.icehockeypage.de 
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