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Oktober 26
                         
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  KURZNACHRICHTEN  

           
 
Peißenberg Miners
(BYL)  Stürmer Jonas Lautenbacher, der eigentlich seine aktive Laufbahn nach der letzten Saison beendet hatte, wird nun doch wieder für die Miners auflaufen und wegen der verletzungsbedingten Ausfälle im Team aushelfen. Der 30-Jährige, der auch über DEL2- und Oberliga-Erfahrung verfügt, brachte es zuletzt in 36 Partien auf 6 Tore und 10 Assists
  
Hannover Indians
(OLN)  Verteidiger Tom-Eric Bappert wird den Indians krankheitsbedingt auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen 
  
Selber Wölfe
(OLS)  Verteidiger Moritz Raab muss wegen einer Oberkörperverletzung eine Pause von vorraussichtlich mindestens drei Monaten einlegen
  
Sande Jadehaie
(RLNO)  Nach Stürmer Maxim Gramatik (Bremen) gibt es noch auch noch einen weiteren Neuzugang für die Defensive. Verteidiger Lev Liberman hat sich dem ECW angeschlossen. Der 20-Jährige spielte in den vergangenen fünf Jahren im Nachwuchs der Eisbären Juniors Berlin, zuletzt in der DNL
  
Pinguine Königsbrunn
(BYL)  Der kanadische Stürmer Kevin Hu, der erst im Sommer vom ESV Kempten zu den Pinguinen kam, hat überraschend aus familiären Gründen um Auflösung seines Vertrages gebeten. In der laufenden Saison hat er 5 Spiele für den EHC Bestritten und konnte dabei vier Vorlagen beisteuern
  
Bergisch Raptors
(LLW)  Verteidiger Timo Nußbaum hat beim EC Berhisch Land verlängert. Der 21-jährige gebürtige Solinge rkehrte letztes Jahr aus dem Ratinger Nachwuchs in seine Geburtststadt zurück
  
Löwen Frankfurt
(DEL)  Verteidiger Daniel Wirt musste sich wegen einer Oberkörperverletzung einem operativem Eingriff unterziehen und wird für mindestens zwei Monate ausfallen
  
Lausitzer Füchse
(DEL2)  Wegen einer Unterkörperverletzung muss Markus Freis eine Pause für mindestens einen Monat einlegen. Der Verteidiger verletzte sich am vergangenen Wochenende
  
Haßfurt Hawks
(BLL)  Der kanadische Verteidiger Jared Brock wird nach zwei Wochen den ESC bereits wieder verlassen. Aus privaten Gründen ist er bereits wieder in seine Heimat abgereist. Die Verantwortichen wollen in den kommenden Wochen reagieren und dann zu Beginn der Transferphase im Dezember Ersatz verpflichten
  
Zweibrücken Hornets
(BWL)  Verteidiger Leon Kremer, den es im Sommer aus privaten Gründen nach Bayern zog, wird zum EHC mit sofortiger Wirkung zurückkehren. Der 28-Jährige spielt bereits seit 2021 für die Hornets
  
Bayernliga
(BYL)  Wegen der anhaltenden Sanierungsarbeiten in der Dingolfinger Marco Sturm Eishalle wird das Spiel der Isar Rats gegen den ERV Schweinfurt am kommenden Sonntag abgesagt. Neuer Spieltermin ist der 24.Januar 2027
  
Bietigheim Steelers
(DEL2)  Stürmer und Mannschaftskapitän Alexander Preibisch muss wegen einem Handbruch für zwei Monate pausieren
  
Ravensburg Towerstars
(DEL2)  Stürmer Odeen Tufto hat sich am vergangenen Wochenende eine Unterkörperverletzung zugezogen und wird vorraussichtlich für mehrere Wochen nicht ins Spielgeschehen eingreifen können
  
Red Bull München
(DEL)  Nationalstürmer Dominik Kahun laboriert an einer Unterkörperverletzung und wird bis Mitte November ausfallen
  
Verbandsliga Nord
(VLN)  Das Spiel am kommenden Samstag zwischen den Wedemark Scorpions und dem 1b-Team des Hamburger SV wurde abgesagt und wird zu einem späteren Zeitpunkt neu terminiert
  
Chemnitz Crashers
(RLNO)  Die Eispiraten Crimmitschau haben ihren dritten Torhüter Steve Majher mit einer Förderlizenz für den ESV ausgestattet. Der 21-Jährige spielte in der letzten Saison noch in der Bayernliga für den HC Landsberg
  

   

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sonthofenbullsERC Sonthofen
Albert Füß nimmt Stellung zur vorläufigen Insolvenz

(OLS)  Beim Fanstammtisch nahm Geschäftsführer Albert Füß gegenüber den anwesenden Fans im Overtime Stellung zur derzeitigen Situation der ERC Sonthofen Spielbetriebsgesellschaft mbH und wie es dazu gekommen war.

Zunächst referierte Albert Füß über die Situation vor der Saison und der Lizenzvergabe. An den DEB hatte er eine ursprüngliche Planung mit einem „höheren Minus“ übergeben. Dies hatte zur Folge, dass der DEB die Lizenz, auch wegen einiger Altverbindlichkeiten, zunächst verweigerte, da eine Planung laut DEB-Statuten immer mindestens eine schwarze Null haben müsse. Nach der Absage setzten sich die Gesellschafter nochmals zusammen und erhöhten insbesondere im Bereich Marketing und Sponsoring die Einnahmenplanung.

Darüber hinaus appellierte man zu diesem Zeitpunkt auch an die Fans, mit Spenden und einem vorzeitigen Dauerkartenverkauf den ERC zu unterstützen. Die dadurch generierten Gelder gingen jedoch auf ein Sonderkonto, welches nur bei Lizenzerteilung angerührt werden sollte, was auch Albert Füß vehement verteidigte und seinem Wort treu blieb. Außerdem verpflichteten sich die Gesellschafter zu weiteren Nachschüssen und dazu, für die Verbindlichkeiten aus der vergangenen Saison in Form von Patronaten (Bürgschaften) gerade zu stehen.

Beim Sportgericht zur Lizenzerteilung war Albert Füß selbst nicht mit vertreten, da laut DEB nur je ein Vertreter der Gesellschafter und des Vereins sowie der Rechtsbeistand dabei sein sollten. Danach musste noch eine letzte Hürde in Form einer Bürgschaft in Höhe von 30.000 € in kurzer Zeit erbracht werden. Da dies in der Kürze der Zeit nicht ohne weiteres realisierbar war, hatte sich Albert Füß dazu bereit erklärt, diese erst mal vorübergehend zu übernehmen. Hierbei betonte er, dass die Bürgschaft immer noch bestehe und er bis heute nicht ein „Danke“ seitens der Gesellschafter erhalten habe, was ihn mehr als ärgere.

Weiterhin betonte der Geschäftsführer den Einsatz von Roman Hanisch im Zuge der Lizenzerteilung. „Mein großer Dank gilt vor allem Roman Hanisch, welcher sich in der Phase der Lizenzierung außerordentlich engagiert hat.“

In den Sommermonaten wurde zudem das Overtime komplett kernsaniert. Dies war aufgrund der Mängel alternativlos. Die Stadt Sonthofen hatte hierzu zugestimmt und einen höheren Betrag zugesichert, der letztlich die berechneten Fremdmaterialkosten abdeckte. Da diese Gelder seitens der Stadt zweckgebunden waren, hatte Füß die Kosten zunächst ausgelegt, da aufgrund der Altlasten eine entsprechende Verwendung nicht unbedingt sichergestellt werden konnte. Als es schlussendlich zur Auszahlung kam, wurden – allerdings in Abstimmung mit den Beteiligten – offenstehende Forderungen seitens der Stadt aufgerechnet. Dies hatte zur Folge, dass der Geschäftsführer bis jetzt auf den Kosten sitzengeblieben ist. Albert Füß nimmt diesen Umstand der Stadt jedoch nicht übel: „Es ist völlig legitim, dass die Stadt so verfährt.“

In der neuen Saison wurden anfangs zudem aktuelle Einnahmen für Verbindlichkeiten aus der vorherigen Saison aufgewendet. Dies führte dazu, dass zu einem relativ frühen Zeitpunkt die liquiden Mittel knapp wurden. Daher forderte Albert Füß bereits im November die Patronate der Gesellschafter ein, was jedoch zu dem Zeitpunkt auf wenig Gegenliebe stieß und folglich die Zahlungen nur sehr schleppend erfolgten. Bis heute sind seitens einzelner Gesellschafter Patronate noch nicht eingelöst worden.

Darüber hinaus standen auch die Zahlungen zum Reindl-Pool an, über welchen die Vereine Gelder für ihre Nachwuchsarbeit bekommen können. Aufgrund der fehlenden Mittel konnten diese nicht beglichen werden. Der DEB drohte daraufhin mit einer Spieltagsperre, ausgerechnet vor dem Spiel gegen Memmingen. Damit dies abgewendet werden konnte, hatten sich ein Gesellschafter sowie erneut Albert Füß dazu entschlossen, diese Verbindlichkeiten auszulegen, um die Spieltagsperre abzuwenden.

Die schleppenden Zahlungen und die Nichterreichung der erhöhten Sponsoringeinnahmen führten daher dazu, dass verschiedene Gläubiger, die Mannschaft und auch Sozialversicherungsträger nicht sofort bedient werden konnten.

Da ausstehende Forderungen von Sozialversicherungsträgern einen Straftatbestand des Geschäftsführers darstellen, blieb Albert Füß, auch durch anwaltlichen Anratens, nichts anderes übrig, als Antrag auf Insolvenz zu stellen.

Albert Füß betonte jedoch: „Es wurde bisher nur der Antrag zu einem Insolvenzverfahren gestellt. Derzeit wird ein wirtschaftliches Gutachten erstellt, welches darüber entscheidet, ob letztlich überhaupt ein Insolvenzverfahren eröffnet wird oder nicht.“

Die Mannschaft hingegen gab trotz der ausstehenden Lohnzahlungen vom Monat Januar die Zusage, die Saison sportlich ordentlich zu Ende zu bringen. Auch diesen Umstand hob Albert Füß nochmals hervor: „Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei der Mannschaft nochmals bedanken. Es ist keineswegs selbstverständlich, solch eine Zusage zu machen, trotz der aktuellen Umstände. Das rechne ich jedem einzelnen enorm hoch an und zeigt, welch klasse Moral und Zusammenhalt dieses Team hat.“

Durch den Antrag auf Insolvenz muss die Mannschaft jedoch noch einige Zeit auf ihr Gehalt warten. „Ich war Anfang der Woche erneut bei der Mannschaft und habe ihnen mitteilen müssen, dass trotz der Fortführung des Spielbetriebs, sie noch auf ihr Geld warten müssen. Mir tut es persönlich für die Jungs leid, keine besseren Nachrichten überbringen zu können – mit dem Wissen, dass viele dies hauptberuflich machen und zudem auch ihren Unterhalt bestreiten müssen.“

Der vorläufige Insolvenzverwalter hat grünes Licht für die Playoffs gegeben: „Auch ihm gebührt mein Dank, dass die Kommunikation bisher so gut klappt.“

Neben der aktuellen Situation nahm Albert Füß zudem Stellung zu einigen Kommentaren aus den Medien. „Viele Leute, vor allem in den sozialen Medien, meinen es besser zu wissen. Wo sind diese Leute? Warum engagieren sie sich nicht, wenn sie es doch immer besser wissen. Da kommen Kommentare über schlechte Pommes, obwohl es die ganze Saison überhaupt noch keine Pommes gegeben hat!“

Dennoch wollte der Geschäftsführer nicht alle Kommentare kritisch sehen und bedankte sich über Vorschläge wie Crowdfunding oder Spendenaktionen. „Diese Vorschläge sind löblich, jedoch in der aktuellen Situation nicht zielführend. Ich kann nicht garantieren, dass es weitergeht und falls ja, müsste dies auf jeden Fall ohne jegliche Altlasten erfolgen. Aus diesem Grund kann ich so eine Aktion derzeit nicht befürworten.“

Für die Playoffs haben die Dauerkarten, wie zu Beginn der Saison kommuniziert, keine Gültigkeit mehr. Ausgenommen sind hier Sponsoren- und VIP-Dauerkarten. Dennoch erhält jeder Dauerkartenbesitzer, bei Vorlage der Karte, in den Playoffs zwei Euro Ermäßigung. Außerdem haben die Dauerkarten von Nachwuchsspielern sowie Betreuern und Trainer des Nachwuchses wie auch die 10-er Karten weiterhin Gültigkeit.

Zum Abschluss bedankte sich Albert Füß nochmals bei allen Anwesenden und hoffte, dass zu den Playoffs nochmals viele Zuschauer den Weg ins Stadion finden werden.


 Samstag 7.März 2020 www.icehockeypage.de 
 Thema:
 Bericht:
ERC Sonthofen
ERCS/sf
    -  Oberliga Süd
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